Es handelt sich _NICHT_ um eine PM der GJ. Es wurde daran lediglich von uns mitgewirkt.!
„Das Jugendbündnis gegen Rechts begrüßt die gebotene
Direktheit, mit der in weiten Teilen der Stader Öffentlichkeit
Kritik an Herrn Rohbohm geübt wird. Diese scheint uns mehr als
begründet. Die Lektüre der Rohbohmschen Artikels gegen
den Bau eines muslimischen Gebetshauses sowie zum
Anti-Islamisierungskongress in Köln, zur Beerdigung des
Rechtspopulisten Jörg Haider sowie eine zweifelhafte Reportage
über die ausländerfeindlichen Übergriffe in
Mügeln bestätigen uns in unserer Position.
Weiterhin kam bei einer Internetrecherche heraus: Seit Bekanntwerden
der Artikel in Tageblatt und Abendblatt bekommt Rohbohm für
seine Tätigkeit und Agitation „Applaus“ von
Rechtsextremist_innen aller Couleur.
Dies ist ihm sicher nicht persönlich zur Last zu legen, dennoch
erfüllt es uns mit Unbehagen, dass unter den Symphatisant_innen
auch bekennende Neonazis und NDP-Mitglieder sind, die nun zum Teil
Eintrittsofferten in die „einzig wahre” konservative
Partei aussprechen.
Die Äußerungen von Dr. Martina Krogmann, Hermann
Krusemark und Elke Krog in den lokalen Medien haben uns positiv
überrascht.
Jedoch dürfen Aufforderungen zur Abgrenzung vom „Rechten
Rand“ keine bloßen Lippenbekenntnisse bleiben:
Die Abwahl Rohbohms als Fraktionschef ist ein Schritt in die richtige
Richtung – reicht aber nicht aus. Jemand der für die CDU zu
rechts, gar „braun“ ist, kann für die
Lokalpolitik nicht weiter tragbar sein:
Er muss alle Parteiämter und Mandate zurückgeben
– auch seine Posten im Kreistag Stade und Gemeinderat Jork.
In anderen Zusammenhängen fordert das Jugendbündnis
ebenfalls, dass auf Worte Taten folgen. Wir erwarten, dass sich z.B.
Dr. Krogmann nicht nur durch lautstarke Forderungen hervortut sondern
in Zukunft unterstützend für antifaschistisches
Engagement im Kreis Stade auftritt. Nur so können sie und Frau
Krog klarstellen, dass es sich bei ihrer Haltung gegen Herrn Rohbohm
nicht um innerparteiliche Schachzüge und
„Postengeierei” handelt.
Die negative Darstellung des Jugendbündnis‘ als
undemokratische, extremistische Gruppe weisen wir entschiedenst
zurück. Dass als Quelle für diese Aussage die Junge
Union herhalten muss, erscheint höchst seltsam – haben
wir doch nie mit einem ihrer Mitglieder Kontakt gehabt.
Wir würden es allerdings sehr begrüßen, wenn sich die
Junge Union als solche, oder auch einzelne Mitglieder dem
Jugendbündnis anschließen würden, da wir uns als
partei- und spektrumübergreifende Organisation gegen Rechts
verstehen und daher jede_n unabhängig von ihrer_seiner
politischen Grundeinstellung bei uns herzlich willkommen
heißen.
Wenn jedoch, so wie es jetzt der Fall ist, das Jugendbündnis
von demokratischen Organisationen die sich der sog.
„bürgerlichen Mitte“ zuordnen boykottiert wird, liegt eine
tendenzielle „Linkslastigkeit” in der Natur der
Sache.”